Vergöttlichte MenschenWissen, Schrift & Magiegut belegt
Amenhotep, Sohn des Hapu
griechisch Amenothes · ägyptisch Jmn-ḥtp sꜣ Ḥpw
Hofbeamter Amenophis’ III., der noch zu Lebzeiten außergewöhnliche Ehren erhielt und später als Heilgott verehrt wurde.

- Zuständig für
- Heilung, Weisheit, Vermittlung von Gebeten
- Bezeugt
- Lebte um 1400 v. Chr.; Kult bis in die Römerzeit
- Kultorte
- Deir el-Bahari (gemeinsam mit Imhotep), Theben-West, Karnak
- Familie
- Vater: Hapu aus Athribis
Erscheinung
Sitzender Schreiber mit Papyrusrolle, oft mit gealtertem Gesicht und Bauchfalten — Zeichen von Lebenserfahrung.
Karriere und Kult
Er organisierte als „Schreiber der Rekruten“ Bauprojekte Amenophis’ III., darunter die Memnonkolosse. Ungewöhnlich: Der König gestattete ihm einen eigenen Totentempel im Bereich der Königstempel — praktisch unerhört für einen Nichtkönig. Seine Statuen wurden an den Toren von Karnak aufgestellt, damit Besucher ihm Bitten anvertrauen konnten, die er an Amun weiterreichen sollte; die Inschriften laden ausdrücklich dazu ein. Aus dieser Vermittlerrolle wuchs in der Spätzeit ein Heilkult, meist gemeinsam mit Imhotep.
Vergöttlichte MenschenWissen, Schrift & Magie