Königtum, Krieg & SchutzHaus, Geburt & AlltagLokal- & Tiergöttergut belegt
Nechbet
griechisch Eileithyia (gleichgesetzt) · ägyptisch Nḫbt
Die Geiergöttin von Elkab, Schutzherrin Oberägyptens und der Geburt.

Das Blatt ist eine Nachzeichnung nach der Wandmalerei im Tempel der Hatschepsut. Die Wand selbst ist hier nicht abgebildet.
- Zuständig für
- Oberägypten, Königsschutz, Geburtshilfe
- Bezeugt
- Frühdynastisch bis Römerzeit
- Kultorte
- Elkab (Nechen-Gegenstück, Nechbet-Stadt), Hierakonpolis
- Familie
- Gegenstück: Wadjet (Unterägypten)
Erscheinung
Geier mit ausgebreiteten Flügeln über dem König, oft mit Schen-Ring in den Fängen; als Frau mit Geierhaube und Weißer Krone.
Der Geier über dem König
Auf zahllosen Reliefs schwebt Nechbet mit ausgebreiteten Schwingen über dem Herrscher und hält den Schen-Ring, das Zeichen für „umschlossen, geschützt, ewig“. In Königsgräbern bedeckt sie ganze Deckenflächen. Die Geierhaube der Königinnen leitet sich von ihr ab.
Geburt
Weil der Geier als besonders fürsorgliche Mutter galt und das Wort mwt „Mutter“ mit dem Geierzeichen geschrieben wird, ist Nechbet zugleich Geburtsgöttin. Die Griechen setzten sie deshalb mit Eileithyia gleich und nannten Elkab entsprechend.
Elkab
Die Stadtmauer von Elkab aus der Spätzeit gehört zu den eindrucksvollsten erhaltenen Lehmziegelbauten Ägyptens. Die Felsgräber dort — vor allem das des Ahmose, Sohn der Abana — enthalten die wichtigsten Augenzeugenberichte zur Vertreibung der Hyksos.
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