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Netjeru

Nachschlagewerk zu den Göttern und Mythen des alten Ägypten — 134 Einträge, mit Quellen und Beleglage.

Totenreich & OsiriskreisDämonen & Mischwesendünn belegt

Imiut

Ein Fetischgegenstand — enthäuteter Tierbalg an einem Stab — der selbst als Gott angesprochen wird.

Jmj-wtUmschrift
Ein langes, aufrecht stehendes Bündel, straff in vergilbte Leinenbinden gewickelt, oben stumpf endend. Nach unten verjüngt es sich; dort tritt ein rötlichbrauner Holzstab hervor und steckt in einem hellen, durchscheinenden Gefäß aus Alabaster, das sich nach oben weit öffnet. Am unteren Ende der Umwicklung hängt ein Zipfel des Leinens heraus. Was die Binden umschließen, ist nicht zu sehen.
Zuständig für
Balsamierung, Schutz des Leichnams
Bezeugt
1. Dynastie bis Neues Reich
Kultorte
Nekropolen, besonders Sakkara und Abydos
Familie
Zuordnung: Beiname und Emblem des Anubis

Erscheinung

Kopfloses Tierfell, an einer Stange hängend, deren Fuß in einem Topf steckt; das Fell endet in einem Lotosknospen-artigen Abschluss.

Rätselhafter Gegenstand

Das Imiut ist eines der ältesten und zugleich unverständlichsten Kultobjekte Ägyptens. Es steht schon auf frühdynastischen Siegeln, wird in Ritualtexten wie eine handelnde Größe angesprochen und lag als reales Objekt in Gräbern — zwei Exemplare stammen aus dem Grab Tutanchamuns. Die gängige Deutung verweist auf die Häutung als Bild von Erneuerung; sicher ist das nicht. Der Name heißt schlicht „der in den Binden ist“.

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