Schöpfung & UrzeitSonne, Himmel & GestirneNil, Ernte & Fruchtbarkeitmittelmäßig belegt
Mehet-Weret
„Die große Flut“ — Himmelskuh, auf deren Rücken die Sonne aus dem Urwasser aufsteigt.
- Zuständig für
- Urflut, Himmelsgewässer, Geburt der Sonne
- Bezeugt
- Sargtexte bis Römerzeit
- Kultorte
- kein eigener Haupttempel; Nebenkult in Heliopolis, Theben
- Familie
- Verschmelzung: mit Neith, Hathor, Isis und Nut
Erscheinung
Liegende Kuh mit Sonnenscheibe zwischen den Hörnern, oft im Papyrusdickicht oder auf einer Matte; auch als Frau mit Kuhkopf.
Bild und Funktion
Mehet-Weret ist das Wasser des Himmels, gedacht als Kuh, weil die Kuh das ägyptische Bild für nährende Fülle ist. Der Sonnengott wird in ihr geboren und fährt zwischen ihren Hörnern über den Himmel. Als „Auge des Re“ kann sie auch aggressive Züge annehmen.
Im Grab
Die Darstellung der liegenden Kuh im Papyrusdickicht gehört zu den beliebtesten Vignetten des Totenbuchs (Spruch 17). Für den Toten bedeutet sie die Wiedergeburt aus demselben Wasser, aus dem täglich die Sonne kommt.
Schöpfung & UrzeitSonne, Himmel & GestirneNil, Ernte & Fruchtbarkeit