Königtum, Krieg & SchutzLokal- & TiergötterSonne, Himmel & Gestirnemittelmäßig belegt
Sopdu
„Herr des Ostens“ — Falkengott der Sinai-Grenze, Schutzherr der Karawanen und Bergwerksexpeditionen.
- Zuständig für
- Osten, Grenzschutz, Bergbau, Fremdvölker
- Bezeugt
- Pyramidentexte bis Spätzeit
- Kultorte
- Saft el-Hinna (Per-Sopdu) im Ostdelta, Serabit el-Chadim auf dem Sinai, Wadi Maghara
- Familie
- Mutter: Sopdet
Verschmelzung: Sopdu-Horus
Erscheinung
Falke mit zwei hohen Federn; oder bärtiger Asiat mit Federkrone und Wurfholz — eine der wenigen Gottheiten mit „ausländischer“ Erscheinung.
Grenzgott
Sopdu bewacht die Ostgrenze — jene Richtung, aus der sowohl der Handel mit Vorderasien als auch militärische Gefahr kam. In den Türkis- und Kupferbergwerken des Sinai wird er neben Hathor am häufigsten genannt; die Expeditionsinschriften von Serabit el-Chadim nennen ihn als Herrn des fremden Landes. Seine Darstellung als bärtiger Beduine mit Federkrone macht deutlich, dass die Ägypter ihn ausdrücklich als Gott der Grenzzone verstanden.
Königtum, Krieg & SchutzLokal- & TiergötterSonne, Himmel & Gestirne