Dämonen & MischwesenTotenreich & Osiriskreismittelmäßig belegt
Die 42 Totenrichter
Beisitzer im Gerichtssaal, jeder mit eigenem Namen, eigenem Herkunftsort und einer Sünde, für die er zuständig ist.
- Zuständig für
- Gerichtsverfahren, Sündenkatalog
- Bezeugt
- Neues Reich bis Römerzeit
- Kultorte
- nur als Textreihe im Totenbuch
- Familie
- Zahl: 42 — vermutlich nach der Zahl der Gaue Ägyptens
Erscheinung
Reihe sitzender Gestalten, oft mit Maatfeder und Messer, teils tierköpfig; in Papyri in zwei Registern.
Die Namen
Sie tragen Namen wie „Der mit weiten Schritten, der aus Heliopolis kommt“, „Feuerumfasser, der aus Cheraha kommt“, „Nasenschnaufer, der aus Hermopolis kommt“, „Knochenbrecher, der aus Herakleopolis kommt“. Jeder Name ist mit einer Anrede verknüpft: „Ich habe kein Unrecht getan“, „Ich habe nicht geraubt“ und so weiter. Die geographische Streuung macht das Gericht zu einer Vertretung des ganzen Landes: Man verantwortet sich vor jedem Gau.
Funktion des Aufzählens
Das Rezitieren der Namen ist selbst schon Schutz — Namenskenntnis bedeutet in ägyptischer Magie Verfügungsgewalt. Der Text ist deshalb nicht nur Bekenntnis, sondern auch Passierschein.
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