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Netjeru

Nachschlagewerk zu den Göttern und Mythen des alten Ägypten — 134 Einträge, mit Quellen und Beleglage.

Sonne, Himmel & Gestirnemittelmäßig belegt

Iah

Das Wort für „Mond“ als eigenständiger Gott — später in Chons und Thot aufgegangen.

JꜥḥUmschrift
Stehende Figur aus dunkel patinierter Kupferlegierung. Auf dem Kopf ruht eine große runde Scheibe in einer nach oben geöffneten Sichel; davor sitzt eine kleine aufgerichtete Schlange. Das Gesicht trägt einen langen geraden Kinnbart. Ein Arm liegt quer vor der Brust und hält einen Gegenstand, der andere hängt herab. Um die Hüften liegt ein gefältelter Schurz mit vorstehendem Mittelteil.
Zuständig für
Mond, Zeitmessung
Bezeugt
Mittleres Reich bis Spätzeit
Kultorte
Theben, Hermopolis
Familie
Verschmelzungen: Iah-Thot, Iah-Chons, Iah-Djehuti

Erscheinung

Mann mit Mondsichel und Vollmondscheibe auf dem Kopf; kaum eigenständige Bildtradition.

Zur Person

Iah ist zunächst schlicht der Mondkörper. Als eigenständige Gestalt bleibt er blass, weil die Mondfunktionen früh von Thot (Rechnen, Kalender, Schrift) und Chons (Wanderer, Kind der thebanischen Trias) übernommen wurden. Bedeutsam ist er als Namensbestandteil: Die Begründer des Neuen Reichs heißen Ahmose („Iah ist geboren“) und Ahhotep.

Sonne, Himmel & Gestirne