Königtum, Krieg & SchutzSonne, Himmel & GestirneLokal- & Tiergöttergut belegt
Month
griechisch Montu · ägyptisch Mnṯw
Falkengestaltiger Kriegsgott Oberägyptens; im Mittleren Reich Staatsgott, später von Amun überflügelt.

- Zuständig für
- Krieg, Königlicher Sieg, Sonne, Stierkult
- Bezeugt
- 11. Dynastie bis Römerzeit
- Kultorte
- Armant (Iuni/Hermonthis), Medamud, Tod, Karnak-Nord
- Familie
- Gefährtinnen: Rait-taui, Tjenenet, Iunit
Heiliges Tier: Buchis
Erscheinung
Falkenköpfiger Mann mit Sonnenscheibe und zwei hohen Federn, oft mit Krummschwert oder Speer; heiliges Tier ist der Buchisstier.
Der Gott der Mentuhoteps
Die Herrscher der 11. Dynastie, die Ägypten nach der Ersten Zwischenzeit wieder vereinten, tragen seinen Namen: Mentuhotep, „Month ist zufrieden“. In dieser Zeit ist er der wichtigste Gott Thebens. Mit dem Aufstieg Amuns rückt er in die zweite Reihe, bleibt aber der Gott, mit dem man kämpferische Könige vergleicht: Thutmosis III. und Ramses II. werden in Schlachtberichten „wie Month“ genannt.
Vier Tempel, ein Bezirk
Der Kult verteilt sich auf vier Orte um Theben: Armant, Medamud, Tod und Karnak-Nord. In Tod fand man 1936 den „Schatz von Tod“ — Silbergefäße und Lapislazuli aus Mesopotamien und der Ägäis in Truhen mit dem Namen Amenemhets II., einer der wichtigsten Belege für Fernhandel des Mittleren Reichs.
Buchis
Der lebende Buchisstier in Armant galt als Verkörperung des Month. Verstorbene Buchisstiere wurden im Bucheum bestattet; die dortigen Stelen reichen bis 340 n. Chr. und liefern damit einen der spätesten Belege für funktionierenden ägyptischen Tierkult überhaupt.
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